05.12.2013 - 11:25:47

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Merck will Chemiegeschäft mit Milliardenzukauf stärken

Merck will sein Chemiegschäft ausbauen (Foto: dpa). Vergrößern Merck will sein Chemiegschäft ausbauen (Foto: dpa).

Der Pharma- und Chemiekonzern Merck will mit einer Milliardenübernahme sein Chemiegeschäft ausbauen. Die Darmstädter wollen für insgesamt rund 1,6 Milliarden Pfund (rund 1,9 Mrd. Euro) die britische AZ Electronic Materials erwerben. Damit ergänze Merck sein Flüssigkristallgeschäft um ein weiteres hochprofitables Premiumgeschäft, erklärte Unternehmenschef Karl-Ludwig Kley.

AZ ist ein Anbieter von Spezial-Materialien für die Elektronikindustrie. Durch den Zukauf will Merck von der boomenden Nachfrage nach elektronischen Geräten profitieren. Im Geschäft mit Flüssigkristallen ist Merck bereits weltweit führend. Die Kristalle werden in Laptops, Flachbild-Fernsehern und Handy-Displays eingesetzt. Mit Samsung oder auch Sharp kommen die Hauptkunden aus Asien.

95 Prozent Zustimmung erforderlich

Merck habe sich bereits mit dem Verwaltungsrat von AZ über den Zukauf geeinigt, erklärte der Dax-Konzern. Das Gremium wolle den Aktionären die Annahme der Offerte empfehlen. Die Kartellbehörden müssen den Deal noch absegnen. Zudem müssen mindestens 95 Prozent der Aktionäre zustimmen.

Merck bietet 403,5 Pence in bar je Aktie. Damit zahlen die Darmstädter einen Aufschlag von 41 Prozent auf den Durchschnittspreis der Aktie in den vorangegangenen drei Monaten. AZ wird so mit rund 1,6 Milliarden britischen Pfund bewertet.

Die Briten hatten im Jahr 2012 einen Umsatz von umgerechnet 584 Millionen Euro und ein operatives Ergebnis (Ebitda) von 193 Millionen Euro erzielt. Ende 2012 waren rund 1100 Mitarbeiter beschäftigt, davon fast 60 Prozent in Asien.

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dpa

Dienstag, 2. September 2014
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