Allergien & Atemwege

Atemwegsinfekte: Vorbeugen und richtig handeln

Akute Atemwegsinfektionen werden meist durch Viren verursacht. Häufige Beschwerden sind Schnupfen, Husten und Halsschmerzen. Umsichtiges Verhalten kann die Genesung unterstützen und andere schützen.

Frau erholt sich zu Hause mit einem warmen Getränk

Erstellt auf Grundlage der unten genannten Fach- und Behördenquellen.

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Aktuelle Atemwegslage in Deutschland

Bundesweite RKI-Wochenwerte

3.286 je 100.000 Einw. · Trend: stabil

ARE-Wert für Deutschland – keine individuelle Erkrankungswahrscheinlichkeit.

Influenza: 38 gemeldete Fälle · RSV: 14 gemeldete Fälle

Berichtswoche: KW 29/2026 · Datenstand: 13.07.2026 · Quelle: Robert Koch-Institut

Aktuelle Wochen sind vorläufig und können durch Nachmeldungen noch steigen.

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Was ist ein akuter Atemwegsinfekt?

Akute Atemwegsinfektionen betreffen vor allem Nase, Rachen, Bronchien oder Lunge. Sie werden häufig durch Viren verursacht, können aber auch durch Bakterien oder andere Erreger ausgelöst werden. Beginn, Art und Dauer der Beschwerden unterscheiden sich je nach Erreger und individueller Verfassung. Eine Erkältung entwickelt sich häufig schrittweise, während eine Grippe oft plötzlicher und stärker beginnen kann.

Typisch sind Erkältung, Grippe und weitere Atemwegsinfektionen. Sie sind nicht dasselbe und können unterschiedlich verlaufen. Eine sichere Zuordnung allein anhand einzelner Symptome ist nicht möglich.

Typische Beschwerden

Häufige Beschwerden sind Schnupfen, Husten, Halsschmerzen, Fieber oder ein allgemeines Krankheitsgefühl. Manche Betroffene berichten auch über Gliederschmerzen oder Kopfschmerzen. Art und Schwere variieren je nach Erreger und individueller Verfassung.

Bei Säuglingen, kleinen Kindern, älteren Menschen oder Personen mit Vorerkrankungen kann ein Atemwegsinfekt stärker ausfallen. Deshalb ist eine besonders aufmerksame Beobachtung sinnvoll.

Erkältung, Grippe oder andere Infektion?

Eine Erkältung beginnt oft schleichend mit Schnupfen, Husten oder Halsschmerzen. Eine Grippe kann plötzlicher beginnen und mit höherem Fieber, stärkerem Unwohlsein und ausgeprägteren Gliederschmerzen einhergehen. Andere Atemwegsinfektionen können ähnliche, aber auch abweichende Beschwerden verursachen.

Diese Unterschiede dienen nur der allgemeinen Orientierung. Sie ersetzen keine ärztliche Beurteilung. Bei Unsicherheit sollten Sie medizinischen Rat einholen.

Einfache Erkältungen werden meist viral verursacht. Antibiotika wirken nicht gegen Viren. Sie können nur bei bakteriellen Infektionen sinnvoll sein – ob das der Fall ist, entscheidet die behandelnde Ärztin beziehungsweise der behandelnde Arzt.

Was unterstützt die Erholung?

Bei leichten Beschwerden kann körperliche Schonung helfen. Ausreichend trinken unterstützt den Körper. Räume sollten regelmäßig gelüftet werden, um die Luftqualität zu verbessern.

Symptomatische Mittel können Beschwerden lindern. Welche Optionen geeignet sind, hängt von Alter, Beschwerdebild und Begleiterkrankungen ab. Apotheken können bei Fragen beraten, ersetzen aber keine individuelle ärztliche Behandlung.

So schützen Sie andere

Wer Symptome einer akuten Atemwegsinfektion hat, sollte nach den Empfehlungen des Robert Koch-Instituts drei bis fünf Tage und bis zur deutlichen Besserung der Symptomatik zu Hause bleiben. Während dieser Zeit sollte direkter Kontakt zu anderen Personen möglichst vermieden werden – insbesondere zu Menschen mit erhöhtem Risiko für schwere Verläufe.

Husten- und Niesetikette, regelmäßiges Händewaschen und das Vermeiden enger Kontakte zu gefährdeten Personen können die Ansteckungsgefahr reduzieren. Menschen mit akuten Atemwegssymptomen sollten, wenn enger Kontakt zu Risikogruppen nicht vermeidbar ist, eine Maske zum Fremdschutz tragen.

Regelmäßiges Lüften kann in geschlossenen Räumen die Übertragungswahrscheinlichkeit senken. Weitere Hinweise finden Sie beim Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit auf infektionsschutz.de.

Checkliste: Bei Atemwegsinfekten

  • bei Beschwerden körperlich schonen
  • ausreichend trinken
  • Räume regelmäßig lüften
  • Husten- und Niesetikette beachten
  • Hände regelmäßig waschen
  • engen Kontakt zu gefährdeten Personen vermeiden
  • bei deutlicher Verschlechterung ärztlichen Rat einholen
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Wann ärztlicher Rat wichtig ist

Ärztlichen Rat einholen, wenn zum Beispiel:

  • Atemnot oder beschleunigte Atmung besteht,
  • Brustschmerzen auftreten,
  • hohes oder anhaltendes Fieber vorliegt,
  • die Beschwerden deutlich zunehmen,
  • die Symptome ungewöhnlich lange anhalten,
  • Vorerkrankungen oder Immunschwäche das Risiko erhöhen,
  • Säuglinge oder sehr kleine Kinder betroffen sind,
  • Sie unsicher sind, wie schwerwiegend die Erkrankung ist.

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Die Redaktion von Apotheke Aktuell bereitet Informationen aus verlässlichen Fach- und Behördenquellen verständlich auf.

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Stand des Artikels

Veröffentlicht am 23.07.2026
Zuletzt aktualisiert am 23.07.2026

Quellen dieses Artikels

Die verwendeten Quellen finden Sie direkt unter diesem Artikel.

Quellen dieses Artikels

Quellen und weiterführende Informationen

  • Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG)

    Atemwegsinfektionen

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    Abrufdatum: 23.07.2026

  • Bundesministerium für Gesundheit (gesund.bund.de)

    Erkältung

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    Abrufdatum: 23.07.2026

  • Robert Koch-Institut (RKI)

    Akute respiratorische Erkrankungen

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    Abrufdatum: 23.07.2026