Allergien & Atemwege

Heuschnupfen: Symptome lindern, Alltag meistern

Heuschnupfen wird durch eine allergische Reaktion auf Pflanzenpollen ausgelöst. Typische Beschwerden betreffen Nase und Augen und können den Alltag während der Pollensaison deutlich beeinträchtigen.

Gräser und Pflanzenpollen in einer Frühlingswiese

Erstellt auf Grundlage der unten genannten Fach- und Behördenquellen.

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Beispielregion Brandenburg und Berlin

  • Gräser Heute: 1 (geringe Belastung) · Morgen: 1-2
  • Beifuß Heute: 1 (geringe Belastung) · Morgen: 1

Datenstand: 2026-07-23 11:00 Uhr · Quelle: Deutscher Wetterdienst

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Was ist Heuschnupfen?

Heuschnupfen ist eine allergische Reaktion auf Pflanzenpollen. Das Immunsystem reagiert auf Pollenbestandteile, obwohl diese für den Körper nicht schädlich sind. Die Beschwerden treten typischerweise in der jeweiligen Pollensaison auf und können von Jahr zu Jahr unterschiedlich stark ausfallen.

Heuschnupfen gehört zu den sogenannten allergischen Rhinitiden. Neben Pollen können auch andere Auslöser eine Rolle spielen – im Alltag steht jedoch meist die Pollenbelastung im Mittelpunkt.

Typische Beschwerden

Typische Beschwerden betreffen vor allem Nase und Augen. Häufig sind Niesreiz, eine laufende oder verstopfte Nase sowie juckende oder tränende Augen. Manche Betroffene berichten auch über Müdigkeit oder eine eingeschränkte Konzentration.

Bei manchen Menschen können die Beschwerden auch die Atemwege betreffen. Dann kann zusätzlich Husten oder eine pfeifende Atmung auftreten. Die Intensität hängt unter anderem von der Pollenbelastung und der individuellen Empfindlichkeit ab.

Welche Pollen können Beschwerden auslösen?

In Deutschland sind verschiedene Pollenarten allergologisch bedeutsam. Dazu zählen unter anderem Hasel, Erle, Esche, Birke, Gräser, Roggen, Beifuß und Ambrosia. Je nach Jahreszeit und Region variiert, welche Pollen besonders relevant sind.

Der Deutsche Wetterdienst erstellt auf Grundlage von Pollendaten Vorhersagen zum Pollenflug-Gefahrenindex für acht allergologisch bedeutsame Pollenarten. Messdaten werden unter anderem von der Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst bereitgestellt. Die Vorhersage kann helfen, die erwartete Belastung einzuschätzen – ersetzt aber keine individuelle medizinische Beurteilung.

Pollenbelastung im Alltag reduzieren

Praktische Maßnahmen können helfen, der Pollenbelastung im Alltag zu begegnen. Dazu gehört, die aktuelle Pollenflugvorhersage zu beachten und Aktivitäten nach Möglichkeit an die erwartete Belastung anzupassen.

Getragene Kleidung sollte nicht im Schlafzimmer abgelegt werden. Haare können vor dem Schlafengehen gewaschen werden, wenn Sie viel Zeit im Freien verbracht haben. Beim Lüften ist die regionale Pollenbelastung zu berücksichtigen – pauschale Lüftungszeiten sind deshalb nicht sinnvoll.

Beobachten Sie Ihre Beschwerden und mögliche Auslöser. So lässt sich besser einschätzen, welche Situationen im Alltag besonders belastend sind.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Die Behandlung richtet sich nach Art und Schwere der Beschwerden. Ärztinnen, Ärzte und Apotheken können zu passenden Optionen beraten. Medikamente sollten nur entsprechend Beratung, Packungsbeilage oder ärztlicher Empfehlung verwendet werden.

Als Medikamentengruppen werden unter anderem antihistaminische Präparate, kortisonhaltige Nasensprays und entzündungshemmende Augentropfen genannt. Welche Option sinnvoll ist, hängt von den individuellen Beschwerden ab. Es gibt keine allgemeingültige Empfehlung für alle Betroffenen.

Bei ausgeprägten oder dauerhaft belastenden Beschwerden kann eine spezifische Immuntherapie eine Option sein. Dabei wird das Immunsystem unter ärztlicher Begleitung schrittweise an bestimmte Allergene gewöhnt. Ob diese Therapie infrage kommt, entscheidet die behandelnde Ärztin beziehungsweise der behandelnde Arzt.

Apotheken können bei Fragen zu rezeptfreien Präparaten beraten. Sie ersetzen keine individuelle Diagnose oder Behandlungsplanung.

Checkliste: Alltag bei Pollenflug

  • aktuelle Pollenflugvorhersage prüfen
  • Aktivitäten nach Möglichkeit an die Belastung anpassen
  • getragene Kleidung nicht im Schlafzimmer ablegen
  • Haare bei Bedarf vor dem Schlafengehen waschen
  • Wohnräume situationsgerecht lüften
  • Beschwerden und mögliche Auslöser beobachten
  • Medikamente nur entsprechend Beratung, Packungsbeilage oder ärztlicher Empfehlung verwenden
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Wann ärztlicher Rat wichtig ist

Ärztlichen Rat einholen, wenn zum Beispiel:

  • Atemnot oder pfeifende Atmung auftreten,
  • der Verdacht auf allergisches Asthma besteht,
  • die Beschwerden stark sind oder zunehmen,
  • die Ursache unklar ist,
  • Kinder betroffen sind,
  • die Beschwerden trotz bisheriger Maßnahmen unzureichend kontrolliert sind.

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Die Redaktion von Apotheke Aktuell bereitet Informationen aus verlässlichen Fach- und Behördenquellen verständlich auf.

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Stand des Artikels

Veröffentlicht am 23.07.2026
Zuletzt aktualisiert am 23.07.2026

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